Stand: Oktober 2026. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Webhosting-Pakete und Domainleistungen der VHUG Technologies OÜ.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1 Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Vertragspartner des Kunden ist die VHUG Technologies OÜ, Lõõtsa tn 5, 11415 Tallinn, Estland, eingetragen im Handelsregister Estlands unter der Nummer 17334484, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer EE102907140, vertreten durch Markus Milkereit (nachfolgend „VHUG“ oder „wir“). Kontakt: hello@vhug.tech.
(2) Diese AGB gelten für alle Verträge über Webhosting-Pakete (CMS, Shop, Reseller, Managed Server) sowie über die Registrierung, den Transfer und die Verwaltung von Domains, die über die Website vhug.tech geschlossen werden. Individuell vereinbarte Pakete („Custom“) richten sich nach dem jeweiligen Angebot; diese AGB gelten ergänzend.
(3) Kunde ist, wer das Angebot von VHUG nutzt. Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
(4) Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn VHUG ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.
2 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Pakete auf der Website ist kein verbindliches Angebot. Mit dem Klick auf die Schaltfläche „Kostenpflichtig bestellen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Vertrags ab. Vor Abgabe kann er seine Angaben in der Zusammenfassung prüfen und ändern.
(2) Der Vertrag kommt zustande, sobald VHUG die Bestellung in Textform bestätigt oder mit der Bereitstellung der Leistung beginnt, spätestens mit der erfolgreichen Zahlung des ersten Abrechnungszeitraums. VHUG kann Bestellungen aus sachlichem Grund ablehnen, zum Beispiel bei unvollständigen oder offensichtlich falschen Angaben.
(3) Der Kunde ist verpflichtet, richtige und vollständige Angaben zu machen und Änderungen unverzüglich mitzuteilen. Unternehmer mit Sitz in der EU können eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben; VHUG prüft diese über das VIES-System.
(4) Der Vertragstext wird von VHUG nicht für den Kunden zugänglich gespeichert. Der Kunde erhält die Bestelldaten mit der Bestätigung per E-Mail; diese AGB können jederzeit auf der Website abgerufen und gespeichert werden.
(5) Vertragssprachen sind Deutsch und Englisch. Maßgeblich ist die bei Bestellung gewählte Sprache.
3 Leistungsumfang
(1) Der Umfang der Leistungen ergibt sich aus der Beschreibung des gebuchten Pakets auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung, einschließlich der dort genannten Tabellen (zum Beispiel Speicherplatz, Datenbanken, E-Mail-Postfächer, Backups). Gebuchte Speichererweiterungen werden zusätzlich zum Paket bereitgestellt.
(2) VHUG stellt Speicherplatz auf Servern, den Zugang zum Internet und die im Paket genannten Dienste bereit. Software und Inhalte des Kunden sind nicht Teil der Leistung, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Bei Managed Server und Custom richtet sich die Betreuung nach dem jeweils beschriebenen Umfang.
(3) VHUG strebt eine Verfügbarkeit der Server von 99,5 % im Jahresmittel an, wie auf der Website bei den Paketen angegeben. Nicht auf die Verfügbarkeit angerechnet werden angekündigte Wartungsfenster, Störungen außerhalb des Einflussbereichs von VHUG (zum Beispiel Ausfälle von Netzbetreibern, höhere Gewalt, Angriffe Dritter) und Störungen, die vom Kunden verursacht wurden. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in Zeiten geringer Nutzung durchgeführt und rechtzeitig angekündigt, wenn sie zu längeren Unterbrechungen führen.
(4) Die Nutzung ist im Rahmen eines angemessenen Gebrauchs (Fair Use) vorgesehen. Belastet der Kunde die gemeinsam genutzten Ressourcen eines Servers dauerhaft und erheblich über das übliche Maß hinaus, kann VHUG Maßnahmen zur Begrenzung ergreifen und dem Kunden einen geeigneteren Tarif vorschlagen.
(5) VHUG darf Leistungen technisch weiterentwickeln und anpassen, soweit der vereinbarte Leistungsumfang und die Interessen des Kunden dadurch nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. Für den Betrieb setzt VHUG Dienstleister (zum Beispiel Rechenzentren in Deutschland) ein.
4 Preise, Umsatzsteuer, Zahlung
(1) Es gelten die Preise, die bei der Bestellung angezeigt werden. Die Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, die bei der Bestellung gesondert ausgewiesen wird. Der monatliche Preis ist unabhängig vom gewählten Abrechnungsintervall gleich.
(2) Die Umsatzsteuer richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben: Für Verbraucher in der EU wird die Umsatzsteuer des Mitgliedstaats des Kunden nach dem Besteuerungsverfahren des One-Stop-Shop (OSS) berechnet, soweit anwendbar. Für Unternehmer in der EU mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer außerhalb Estlands gilt das Reverse-Charge-Verfahren; die Steuer schuldet dann der Leistungsempfänger. Bei Kunden außerhalb der EU wird keine Umsatzsteuer berechnet, soweit dies zulässig ist. Maßgeblich ist die Einstufung bei Bestellung.
(3) Das Entgelt wird für den gewählten Abrechnungszeitraum (12, 6 oder 1 Monat, soweit für das Paket angeboten) im Voraus fällig und zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums eingezogen. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe. Mit der Bestellung erteilt der Kunde die Zahlungsermächtigung für die wiederkehrenden Abbuchungen im Vertragsverhältnis, einschließlich der Verlängerungen und der jährlichen Domainverlängerungen.
(4) Die Rechnung wird dem Kunden elektronisch bereitgestellt. Der von Stripe versandte Zahlungsbeleg ist keine Rechnung im Sinne des Umsatzsteuerrechts.
(5) Scheitert eine Zahlung (zum Beispiel Rücklastschrift, Karte abgelehnt oder gesperrt, fehlende Deckung), ist der Kunde verpflichtet, den Betrag auf anderem Weg zu zahlen. Der Kunde trägt die durch eine von ihm zu vertretende Rückbuchung entstandenen Kosten, soweit sie tatsächlich angefallen sind; dem Kunden bleibt der Nachweis eines geringeren Schadens vorbehalten. Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann VHUG nach vorheriger Mahnung und Fristsetzung die Leistung sperren; die Zahlungspflicht bleibt bestehen. Die gesetzlichen Verzugsfolgen bleiben unberührt.
(6) Aufrechnung und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zu. Dies gilt nicht für Verbraucher.
5 Laufzeit, Verlängerung und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft für die bei der Bestellung gewählte Laufzeit (je nach Paket 12 oder 6 Monate). Die Laufzeit beginnt mit der Bereitstellung der Leistung, spätestens mit dem Eingang der ersten Zahlung.
(2) Der Vertrag verlängert sich jeweils um die bei der Bestellung gewählte Laufzeit (6 Monate bei einer Laufzeit von 6 Monaten, 12 Monate bei einer Laufzeit von 12 Monaten), wenn er nicht mit einer Frist von vier Wochen zum Ende der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird. Das gewählte Abrechnungsintervall ändert die Laufzeit nicht.
(3) Abweichend von Absatz 2 können Verbraucher den Vertrag nach Ablauf der ersten Laufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Im Voraus bezahlte Entgelte für Zeiträume nach Wirksamwerden der Kündigung werden anteilig erstattet.
(4) Die Kündigung bedarf der Textform (zum Beispiel E-Mail an hello@vhug.tech oder Nachricht über das Kontaktformular der Website) und muss den Kunden und das gekündigte Paket eindeutig bezeichnen. Maßgeblich ist der Zugang bei VHUG. VHUG bestätigt den Eingang der Kündigung in Textform.
(5) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für VHUG liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung mit der Zahlung von mindestens zwei Abrechnungszeiträumen oder in nicht unerheblicher Höhe in Verzug ist, wesentlich gegen Abschnitt 7 verstößt oder Rechte Dritter schwerwiegend verletzt. Bei außerordentlicher Kündigung durch VHUG wegen eines vom Kunden zu vertretenden Grundes bleiben Entgeltansprüche bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit unberührt, abzüglich ersparter Aufwendungen.
(6) Nach Vertragsende löscht VHUG die Daten des Kunden auf den Servern nach einer angemessenen Frist, die dem Kunden zuvor mitgeteilt wird, spätestens jedoch nach 30 Tagen. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, seine Daten rechtzeitig vor Vertragsende zu sichern.
6 Domains
(1) Dieser Abschnitt gilt für die Registrierung und den Transfer von Domains. VHUG vermittelt die Registrierung bzw. den Transfer über ein Partnersystem eines Registrars an die jeweilige Vergabestelle (Registry). Vertragliche Beziehungen bestehen zusätzlich zwischen dem Kunden als Domaininhaber und der Registry bzw. dem Registrar. Domains werden stets zu den Bedingungen und Richtlinien der jeweiligen Registry und des für die Endung (TLD) eingesetzten Registrars registriert, übertragen und gehalten. Diese sind Bestandteil des Vertrags mit dem Kunden, werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt und sind auf der Website der Registry bzw. des Registrars abrufbar. VHUG führt sie nicht je Endung auf. Der Kunde erkennt sie mit der Bestellung an. Bei Widersprüchen gehen die Regeln der Registry für die Domain selbst vor.
(2) Die Domain wird zunächst für ein Jahr registriert. Das Entgelt für das erste Jahr wird mit der Bestellung gezahlt. Danach verlängert sich die Domain jeweils um ein Jahr zum jeweils aktuellen Verlängerungspreis, der bei der Bestellung angezeigt wird. Das Entgelt wird jährlich automatisch über das hinterlegte Zahlungsmittel eingezogen. Der Verlängerungspreis kann sich ändern, wenn die Registry oder der Registrar ihre Preise ändern; Änderungen werden mindestens vier Wochen vor der Verlängerung in Textform mitgeteilt. Der Kunde kann die Domainverlängerung bis vier Wochen vor dem Ablauf der Registrierungsdauer in Textform kündigen.
(3) Die Registrierung hängt von der Verfügbarkeit der Domain ab. Der Vertrag über die Domain kommt nicht zustande oder wird rückabgewickelt, wenn die Registrierung oder der Transfer aus von VHUG nicht zu vertretenden Gründen (zum Beispiel Ablehnung durch die Registry, fehlende Transferfreigabe, Rechte Dritter) nicht möglich ist; bereits gezahlte Entgelte für die nicht durchgeführte Leistung werden erstattet. Beim Transfer ist der Kunde verpflichtet, die Freigabe (Auth-Code) und die zur Legitimation erforderlichen Angaben zu liefern.
(4) Der Kunde versichert, dass die Registrierung der Domain und deren Nutzung keine Rechte Dritter verletzt (zum Beispiel Marken-, Namens- oder Wettbewerbsrechte). VHUG prüft die Zulässigkeit nicht. Der Kunde stellt VHUG von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer von ihm zu vertretenden Rechtsverletzung beruhen; für Verbraucher gilt dies nur, soweit sie die Verletzung zu vertreten haben.
(5) Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass die Domaininhaberdaten (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse) richtig und erreichbar sind. Bei Domainendungen, deren Vergabestelle dies verlangt, werden diese Daten an die Registry und den Registrar übermittelt.
(6) Bei Kündigung des Hostingvertrags bleibt der Domainvertrag bestehen, sofern er nicht ausdrücklich ebenfalls gekündigt wird. Auf Verlangen gibt VHUG die Domain frei und stellt den zum Transfer erforderlichen Auth-Code bereit, sobald alle fälligen Entgelte gezahlt sind.
7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde nutzt die Leistungen nur im Rahmen der Gesetze. Er darf keine Inhalte speichern oder verbreiten, die gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstoßen, insbesondere keine rechtswidrigen, volksverhetzenden, jugendgefährdenden, urheberrechtsverletzenden oder pornographischen Inhalte, und keinen Versand unerwünschter Massen-E-Mails (Spam), Phishing, Schadsoftware oder Angriffe auf andere Systeme betreiben.
(2) Der Kunde ist für alle Inhalte, die er auf den Servern ablegt oder über sie bereitstellt, verantwortlich. Er hält die für seine Website geltenden Informationspflichten (zum Beispiel Impressum, Datenschutzerklärung) ein.
(3) Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist VHUG unverzüglich zu informieren. Der Kunde haftet für Missbrauch durch Dritte nur, soweit er diesen zu vertreten hat.
(4) Der Kunde hält seine Software (CMS, Erweiterungen, Skripte) aktuell und sicher, soweit nicht ausdrücklich VHUG die Betreuung übernommen hat.
(5) Verstößt der Kunde gegen diese Pflichten oder wird VHUG von Behörden oder Dritten auf rechtswidrige Inhalte hingewiesen, ist VHUG berechtigt, die betroffenen Inhalte oder den Zugang vorübergehend zu sperren, soweit und solange dies zur Abwehr der Verletzung oder zur Abwehr von Schäden erforderlich ist. VHUG informiert den Kunden unverzüglich und hört ihn an, sofern dem keine rechtlichen Gründe entgegenstehen. Die Zahlungspflicht des Kunden bleibt bei einer von ihm zu vertretenden Sperrung bestehen.
8 Datensicherung und Verfügbarkeit
(1) VHUG erstellt, soweit im Paket genannt, automatische Backups. Diese dienen der Wiederherstellung nach technischen Ausfällen und sind kein Ersatz für eigene Datensicherungen des Kunden. Der Kunde sichert seine Daten zusätzlich in angemessenen Abständen in eigener Verantwortung.
(2) Die Wiederherstellung von Backups im Einzelfall kann gesondert vergütet werden, soweit sie nicht wegen eines von VHUG zu vertretenden Fehlers erforderlich wird und das Paket keine anderweitige Regelung enthält.
(3) Zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Stabilität darf VHUG kurzfristig Wartungsarbeiten und Sicherheitsupdates durchführen.
9 Haftung
(1) VHUG haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie, soweit VHUG eine Garantie übernommen oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet VHUG nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) und beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Bei Unternehmern ist die Haftung in diesen Fällen zusätzlich der Höhe nach auf die Entgelte begrenzt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis für den betroffenen Vertrag gezahlt hat.
(3) Für den Verlust von Daten haftet VHUG im Fall von Abs. 2 nur in dem Umfang, der auch bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Sicherung der Daten durch den Kunden eingetreten wäre.
(4) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Dies gilt auch für die persönliche Haftung der Organe, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen von VHUG.
(5) Die Haftung für Inhalte, die der Kunde bereitstellt, bleibt beim Kunden. VHUG ist nicht verpflichtet, Inhalte des Kunden zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen, soweit dies gesetzlich nicht anders vorgesehen ist.
10 Datenschutz
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten des Kunden enthält die Datenschutzerklärung.
(2) Verarbeitet der Kunde als Verantwortlicher personenbezogene Daten Dritter auf den Servern von VHUG (zum Beispiel Kunden- oder Besucherdaten seiner Website), handelt VHUG insoweit als Auftragsverarbeiter. Auf Anfrage in Textform schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Unternehmer können diesen Vertrag unter hello@vhug.tech anfordern; er wird auf Wunsch auch Verbrauchern zur Verfügung gestellt, soweit sie nicht ausschließlich private Zwecke verfolgen.
11 Änderungen der AGB und Preisanpassung
(1) VHUG kann diese AGB mit Wirkung für bestehende Verträge ändern, soweit dies aus triftigen Gründen (zum Beispiel Änderung der Rechtslage, Weiterentwicklung der Leistungen, Änderung der Rechtsprechung oder Beseitigung von Lücken) erforderlich ist und das Gleichgewicht zwischen Leistung und Gegenleistung nicht zu Lasten des Kunden verschoben wird. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform mitgeteilt.
(2) Bei Unternehmern gilt die Änderung als genehmigt, wenn sie nicht innerhalb dieser Frist in Textform widersprochen haben; darauf weist VHUG in der Mitteilung ausdrücklich hin. Bei Verbrauchern werden Änderungen, die Leistung, Gegenleistung oder Laufzeit betreffen, nur mit ausdrücklicher Zustimmung wirksam. Wird die Zustimmung nicht erteilt, gelten die bisherigen Bedingungen bis zum Ende der Laufzeit weiter.
(3) Preiserhöhungen für laufende Verträge werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem Ende der jeweiligen Laufzeit in Textform mitgeteilt und gelten erst ab der nächsten Verlängerung. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Ende der laufenden Laufzeit auch dann kündigen, wenn die Kündigungsfrist nach Abschnitt 5 bereits abgelaufen wäre. Erhöhungen sind nur insoweit zulässig, als sich die Kosten für VHUG erhöht haben (zum Beispiel Entgelte der Rechenzentren, Lizenzgebühren, Entgelte von Registries) oder die Entwicklung von Löhnen und sonstigen Kosten dies erfordert; Kostensenkungen werden weitergegeben.
12 Streitbeilegung
(1) Die Europäische Kommission hat die Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) zum 20. Juli 2025 eingestellt. Ein Hinweis auf diese Plattform erfolgt daher nicht mehr.
(2) VHUG ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Dies gilt unabhängig von gesetzlichen Pflichten; Verbraucher können sich bei Fragen jederzeit an hello@vhug.tech wenden und weitere Möglichkeiten der Streitbeilegung (zum Beispiel der Europäischen Verbraucherzentren) nutzen.
13 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Für Verträge mit Unternehmern gilt das Recht der Republik Estland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ausschließlicher Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Tallinn.
(2) Für Verträge mit Verbrauchern gilt ebenfalls das Recht der Republik Estland, jedoch nur insoweit, als dem Verbraucher nicht der Schutz entzogen wird, der ihm durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Es gelten die gesetzlichen Gerichtsstände; Verbraucher können Klage auch an ihrem Wohnsitz erheben.
14 Schlussbestimmungen
(1) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Regelung.
(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung.
(3) Für Verbraucher gilt das gesetzliche Widerrufsrecht gemäß der Widerrufsbelehrung.